Mokume Gane

Aus dem Land der aufgehenden Sonne

Faszinierende Falttechnik

Mokume Gane    

Mit Mokume Gane wird eine Jahrtausende alte japanische Metallfalttechnik bezeichnet, die dem Damaszenerstahl nicht unähnlich ist.
Der japanische Ausdruck lässt sich am besten
mit “holzgemasertes Metall” übersetzen. Auf den folgenden Bildern wird eine Herstellungsart dieser Spezialtechnik dargestellt, die ich oft in der Goldschmiede für Ringe verwende.

In diesem Beitrag möchte ich einen Herstellungsweg von fugenlosen Partner-Ringen beschreiben, die nach der alten japanischen Mokume-Gane-Technik gefertigt werden.

Mokume-Gane ist geschichtetes Material, das lotfrei an den Grenzschichten miteinander verschweißt wurde - Diffusionsschweißen. Möglich wird das, indem auf übereinander liegenden Platten oder Drähte hoher Druck ausgeübt und Hitze zugeführt wird. In der Praxis bedeutet das, es werden Bleche unterschiedlichen Materials (Kombinationen aus z.B. Palladium/Rot-Grün-Weiß-Gelbgold/Silber/Kupfer, abwechselnd ca. acht bis fünfzehn Lagen) in einer Art Schraubzwinge im Glühofen solange erhitzt, bis es an den Grenzflächen der Platten zur Verschmelzung kommt.

Die Ausgangsmodule stelle ich in meiner Werkstatt selbst her. Bei den hier beschriebenen Ringen handelt es sich um Ringe aus fünfzehn Lagen Grüngold (75% Goldanteil und 25% Silberanteil) und Palladium.

 

Das angelieferte Modul wird zunächst auf einwandfreie Qualität untersucht.